Autogenes Training

Was ist das ?

 

Das AT ist eine Tiefenentspannung die "aus sich heraus (autogen)" entsteht. Das AT beinhaltet die Funktion der Selbsthypnose; d.h. das Unterbewußtsein öffnet sich und wird durch die Psyche und Geist über den Körper beeinflusst. "Ich beruhige, entspanne mich selbst über den Körper."

Das AT ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Es ist ein natürliches verstehbares Verfahren bei dem durch Konzentration eine Entspannung als Ziel erreicht wird. Dem Unterbewusstsein wird etwas einsuggeriert ("ich bin ganz ruhig").

 

Stufen des AT

 

Die Grundstufe

 

Die Grundstufe dient vor allem der Entspannung, die durch passive Konzentration die allgemeine organische/körperliche "Umschaltung" hervorruft. Sie besteht aus sechs Übungen, die nacheinander Schwere und Wärme in den Armen und Beinen, eine Beruhigung des Pulses und der Atmung, Wärme im Sonnengeflecht und Kühle der Stirn durch Selbst-Suggestion hervorrufen.

Anfangs dienen Leitsätze als Konzentrationshilfen; z.B. : "Arme und Beine ganz schwer", die jeweils ein paar mal hintereinander gesprochen werden. Durch regelmäßiges Anleiten und Üben, wird eine psychophysische Umschaltung mit herabgesetzter Bewußtseinseinlage erreicht. Erolge erreichen wir nur durch regelmäßiges Üben, 2-3mal am Tag.

 

6 Formeln

 

Die Übungen beginnen mit der sog. "Ruhetönung". Dies ist die innere Einstellung zu den 6 Übungen: "Ich bin ganz ruhig" oder "Die Ruhe kommt von selbst".Dieser Satz stellt keine Aufgabe dar, sondern ist ein Zielerlebnis, das erst durch die Entspannung erreicht werden soll, und wird nach jeder der folgenden 6 Übungen angewandt. Psychisch ergibt sich durch die Ruhigstellung ein Gefühl der Erholung und Gelassenheit.

 

1. Schwereübung

 

Die Schwere-Übung löst ein Schweregefühl der Gliedmaßen aus (Muskelentspannung).

Typische Vorstellung: "Arme und Beine ganz schwer"

Die Übung dient zur Muskulatur-Entspannung und Verminderung des Muskeltonus.

 

2. Wärmeübung

 

Die Wärme-Übung führt zu einem Wärmegefühl in den Gliedmaßen (verbesserte Durchblutung und Erweiterung der peripheren Blutgefäße).

Typische Vorstellung: "Arme und Beine ganz warm".

 

3. Atemübung

 

Die Atem-Übung vertieft die Entspannung durch konzentriertes, ruhiges Ein- und Ausatmen.

Typische Vorstellung: "Atem ruhig und gleichmäßig".

Dadurch entsteht eine verlangsamte und regelmäßige Atmung.

 

4. Herzübung

 

Konzentration auf den Herzschlag beruhigt weiter.

Typische Vorstellung: "Herz schlägt ruhig und regelmäßig".

 

5. Sonnengeflechtsübung

 

Konzentration auf den Solarplexus und seine Durchblutung (Vertiefen der Entspannung).

Typische Vorstellung: "Sonnengeflecht strömend warm".

 

6. Die Stirnkühleübung

 

Die Stirnkühleübung: Konzentration auf eine „kühle Stirn“ (dient dem Wachbleiben und Wiedererlangen von Konzentrationskraft, z. B. bei Müdigkeit).

Typische Vorstellung: "Stirn angenehm kühl".

 

Die Mittelstufe

 

In der Mittelstufe des AT ist die Grundstufe Voraussetzung, da der Entspannungszustand hier von den Teilnehmern bereits erlernt wurde und somit individuell mittelsformelhafter Vorsätze zielgerecht auf die Problematiken eingegangen werden kann. Hierzu bedient sich jeder Einzelne seinen formelhaften Vorsätzen. Diese sind eine direkte Botschaft an das Unterbewusstsein, da unser Unterbewusstsein anders als der Verstand "wahrnimmt" und nicht alleine durch die "logische" Sprache versteht.

 

Die Oberstufe

 

Die Oberstufe arbeitet mit Bildern und Vorstellungskraft des Menschen. Es werden Farben, konkrete Objekte (Blumen, Kerzen, u.s.w.), abstrakte Objektet (Friede, Gerechtigkeit, ...), Menschen und Lebensfragen erarbeitet. In dieser Stufe werden archetypische Bilder verwendet. Durch meditative Vorstellungsübungen gelangen wir zum Vertiefungserleben. Voraussetzung ist, dass man die Mittelstufe, sprich die automatische, tiefe Entspannung.

 

Wer hat es entwickelt ?

 

Das AT wurde vom Berliner Prof. Dr. h. c. Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) aus der Hypnose weiterentwickelt, und am 30. April 1927 vorgestellt und 1932 in seinem Buch "Das Autogene Training" publiziert. Das AT ist seit 73 Jahren in jeglicher Hinsicht unverändert, und wird immer noch nach der Lehre von Prof. Dr. Schultz erlent und angewandt.

 

Anwendungsbereiche

 

Das Autogene Training wird aus verschiedensten Gründen angewendet, von denen einige hier beispielhaft dargestellt werden sollen.

Als Entspannungstechnik kann es beispielsweise bei Stress, Erschöpfung, Nacken- und Halsverspannungen, Nervosität, Schlaf-, Konzentrationsstörungen oderHyperaktivität eingesetzt werden. Bei Allergien, Ängsten und Phobien.

Es kann weiter dazu dienen, psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Asthma bronchiale, chronische Gelenkentzündungen,Schilddrüsenüberfunktion oder Bluthochdruck zu bekämpfen. Dabei sollte aber vorher von einem Arzt festgestellt werden, dass keine schwerwiegenden physischen Ursachen für die jeweiligen Beschwerden vorliegen.

Da man in dem durch das Autogene Training hervorgerufenen Entspannungszustand besonders empfänglich für suggestive Selbstbeeinflussung ist, kann es durch geeignete Vorstellungen (formelhafte Vorsatzbildungen) eingesetzt werden, um sich unerwünschte Verhaltensweisen, Tics oder das Rauchen abzugewöhnen. Es kann ebenso einem sichereren Auftreten in der Öffentlichkeit, ein Stärken des Selbstwertgefühls (z.B. in Schule, Beruf, Studium) oder im persönlichen Umfeld dienen. Ebenso kann die eigene körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert werden.

 

 

Nutzen

 

- Entspannung & Versenkung

- zur Selbstruhigstellung

- Erholung

- Leistungssteigerung

- Schmerzlinderung

- Selbstbestimmung & Selbstkontrolle

- Immunsystem stärken

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